Das Bewusstsein für die Notwendigkeiten und die Möglichkeiten eines inklusiven gesamtgesellschaftlichen Konzepts in der Zivilgesellschaft kann nicht vorausgesetzt werden, da die Empathie und die Schwingungsfähigkeit der Menschen weiter sinkt. Die Resonanz und das Mitsein mit dem Gegenüber ist leider einer Begegnungsangst, Gleichgültigkeit und Ignoranz gewichen.

Die Entwicklungen des Inklusionsprozess im Sinne von Vielfaltsförderung erreichen nur einen Teil der Bevölkerung. Eine positive Wahrnehmung, der Abbau von Klischees und Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderung, sowie die Anerkennung derer Fähigkeiten, gibt Anlass Initiative zu ergreifen. Für uns steht die Begegnung zwischen Menschen mit Behinderung der gesellschaftlich öffentlichen Lebenswelt von Menschen ohne Behinderung im Fokus. Wenn es möglich ist, Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft permanent in der Öffentlichkeit eine Präsenzmöglichkeit zu geben, entsteht wirkliche Inklusion. Dabei vermischen sich die Personengruppen und es entsteht Diversität, die durch Gewöhnlichkeit und nachhaltige Kontinuität den Inklusionsprozess potenziert.

Menschen mit Behinderung müssen auf die öffentliche Bühne

Das Ziel ist es, das Wort Inklusion dabei immer weiter in den Hintergrund zu bewegen, weil sich eine Normalität der Vielfalt ergibt. Auflösung von Separation und das Denken in Kategorien und Gruppen soll sich dadurch überleben. Hierzu ist die Bühne als Begegnungsraum und die nachklingenden Erfahrungen ein Mittel zur Installation. Über die Durchführung von Veranstaltungen wird der Begegnungsraum geschaffen.

Mit Blick auf Artikel 8 der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) sind daher wirksame und geeignete Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung zu ergreifen. In diesem Kontext haben sich Kulturschaffende die im Bereich der Behindertenhilfe langjährige Erfahrungen sammelten zusammengefunden, um ein Netzwerk zu Gründen, welches gemeinsam an der Entwicklung einer neuen Kultur inklusiven Denkens und Handelns nachhaltig arbeiten möchte.